Aktuell zur Pfarrstelle Bad Schmiedeberg-Pretzsch

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft zu leben. (Hermann Hesse)

 

Liebe Gemeinden,

 

dieser Gemeindebrief ist der letzte, den Sie in diesem Jahr aus unserem Pfarrbereich in den Händen halten. Zugleich ist es der erste, der bereits für das neue Jahr 2019 gilt. Die Kirchenjahre lösen einander ab. Das Gegenwärtige speist sich aus dem Vorangegangenen und auch das, was ist, wird weitergegeben an das, was kommen wird. Im Kommen und Gehen der Zeiten bleibt nur Gott der Beständige und Verlässliche, aber nicht, weil er unbeweglich und unveränderlich wäre, wie die griechische Philosophie meinte, sondern weil er der ist, der bereits mit unseren Vätern und Müttern unterwegs war, uns heute zur Seite steht und auch mit unseren Kindern und Enkeln unterwegs sein wird. Weil Gott mitgeht, wird jeder Moment wertvoll, geht keine Stunde verloren, ist jeder Tag einzigartig.

 

Vor uns liegt die Advents- und Weihnachtszeit. Für viele Menschen ist sie wohl die Zeit, in der sich Himmel und Erde am nächsten kommen. Eben diesen Eindruck gewinne ich auch durch das Bild, das unseren aktuellen Gemeindebrief schmückt. Klar voneinander zu unterscheiden und doch wie ineinander verschlungen sind da Christuskind und Mutter Maria und eben das, wofür sie stehen: hell und dunkel, Himmel und Erde, Zeit und Ewigkeit. Unübersehbar scheint mir die spiralförmige Bewegung von oben nach unten, die ihr Zentrum findet im Neugeborenen, das im Schoß der Mutter ruht, fast ohne diesen zu berühren. Gott wird Mensch, geht ein in die Welt, ohne in ihr aufzugehen, sondern um den Weg der Seinen mitzugehen und sie zum Licht zu führen.

 

Ich freue mich auf die uns von Gott geschenkte Zeit des gemeinsamen Unterwegsseins. Die Einführung am 11. November in der Trebitzer Kirche brachte uns aus allen Teilen des neuen Pfarrbereiches Bad Schmiedeberg-Pretzsch zusammen, zunächst im Gottesdienst bei Verkündigung, Gesang und Gebet, sodann in der Trebitzer Grundschule bei Kaffee, Kuchen und Gespräch. Möge auch weiterhin wachsen, was da an gemeinsamer Aktion schon so gut gelungen ist. Ganz herzlich danke ich allen, die hier geplant, vorbereitet, auf- und abgebaut, gebetet, gebacken, abgewaschen und aufgeräumt haben! Es hat alles wunderbar geklappt. Gott gebe seinen Segen auch für alles künftige Miteinander in unseren Orten, ihren Kirchen und darüber hinaus. Unsere Zeit steht in seinen Händen. 

       

Ihr Pfarrer Christoph Gramzow